Podium zur Bildungsgerechtigkeit auf dem Katholikentag
Mit befähigender Berufsbildung bessere Zugänge zur Arbeit zum Arbeitsmarkt zu schaffen, das erfordert den Schweiß der Edlen. Moderator Eberhard Schellenberger machte dies bereits zum Beginn der Veranstaltung bei der Begrüßung von Bischof Dr. Heiner Willmer deutlich. Mit der Wahl zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz begann für die Veranstalter das Zittern, ob Bischof Wilmer evtl. absagen müsste. Doch der machte deutlich, dass die Diskussion zur beruflichen Zukunft junger Menschen die letzte Veranstaltung gewesen wäre, die er abgesagt hätte. Daraus wurde deutlich, wie wichtig dem Bischof persönlich die Thematik ist.
Bundesbildungsministerin Karin Prien betonte, wie beeindruckend der Einspieler von jungen Menschen der Don Bosco Berufsschule Würzburg für sie war. Besonders das Statement einer jungen Mutter, die ihre beruflichen Vorstellungen demPublikum via Video erläuterte, hatte es der Ministerin angetan. Die Empathie, mit der Karin Prien auf die Aussagen der jungen Frau einging, zeigte die Qualität, die als Politikerin und Mensch für das Amt der Bundespräsidentin, dringend erforderlich ist.
Hans-Walter Kranert, Leiter der Don Bosco Berufsschule, schilderte die konkreten Herausforderungen, die die Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf der anderen Mainseite täglich zu bewältigen haben. Fragen zu Bildungsgerechtigkeit und mögliche Zugänge zu Berufsbildung und zum Arbeitsmarkt seien davon nur ein Teil, so Kranert. Einleitend hatte bereits Prof. Dr. Susanne Kuger vom Deutschen Jugendinstitut aufgezeigt, wie Benachteiligungen in früher Kindheit den weiteren Bildungsweg beeinflussen.
Soziologin Prof. Heike Ohlbrecht zeigte aus wissenschaftlicher Sicht auf, wie Bildungsangebote für die Zukunft junger Menschen aufgesetzt werden müssen. Moderator Schellenberger brachte es auf den Punkt, indem er die Zivilgesellschaft und das demokratische Zusammenleben als Zielpunkt gelingender beruflicher Integration benannte.
Aus den Rückmeldungen und Fragen des Publikums wurde deutlich: Kolping-Bildungsunternehmen leisten einen wichtigen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit und für die Zukunftsperspektiven jungen Menschen.
Text und Bilder: Ewald Kommer

